Forum 2025
Zahllose didaktische Verbesserungsideen und dennoch bleibt alles beim Alten?
Todesstille. Niemand wagt es den Blick zu heben. Banges Hoffen, nicht zum Opfer zu werden.
Dies sind nicht die ersten Worte eines schlechten Thrillers, sondern die Beschreibung einer typischen Vorrechenübung, wie sie an den meisten deutschsprachigen Universitäten zu finden ist.
Dabei ist dies nur ein Beispiel einer vermeintlichen Lernsituation, aus der niemand etwas mitnimmt. Sinnlose Experimente, bei denen die eigentlichen Lernziele unklar sind und das Schweigen, um eine vorrechnende Kommilitonin nicht bloß zu stellen, obwohl eigene Fragen brennen, sind ebenfalls Teil des Alltags.
Wenngleich die Auswirkungen dieser oftmals großen Mischung aus Langeweile, Abschalten, Angst- bzw. Stresssituation sowie Alternativen dazu schon zahlreich diskutiert wurden [siehe alte call4paper], so wird doch bisher kaum der Frage nachgegangen: Warum finden eigentlich ständig Veranstaltungen statt, die Studierende und Dozierende gleichermaßen inhaltlich oder methodisch unbefriedigend bis sinnlos finden? Warum machen es alle Beteiligten wider besseren Wissens nicht einfach anders?