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Beiträge 2018/2019

Alle Beiträge des Forum von 2018 und 2019 wurden auch in PhyDid B 2019 dokumentiert.

Poster: 7 Semester ohne Klausurversuchsbeschränkungen – 7 Semester entwicklungs- statt absicherungsorientiert studieren

Jan Geisel-Brinck, Stefan Brackertz

In einem 2-jährigen Prozess wurde in den Kölner Physik-Studiengängen die Restriktion, dass Klausuren nur dreimal geschrieben werden dürfen und Studierende danach zwangsexmatrikuliert werden, gestrichen. Inzwischen befürworten dies auch diejenigen, die zu Beginn Bedenken hatten.

Wir dokumentieren diesen Prozess von der Einführung der Restriktion bis zur Empfehlung unseres Prüfungsausschuss-Vorsitzenden an die Nachbarhochschule nach zu ziehen.

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Essay: Was hat die denn damals bloß geritten? Ein Blick auf die Entstehungsgeschichte von Restriktion zur Vorbereitung ihrer Abschaffung

Jan Geisel-Brinck und Stefan Brackertz

Trotz vielfacher berechtigter Kritik wimmeln Studienordnungen von Restriktionen. Damit sich daran etwas ändert, geht dieser Beitrag der Genese dieser Restriktionen auf den Grund und teilt sie ein in (1) Restriktionen, die nicht auf Grund hochschuldidaktischer Überlegungen, sondern durch Formalismus und Gedankenlosigkeit existieren, (2) Restriktionen, die präventiv eingeführt wurden, (3) Restriktionen, die Notlösungen für reale Probleme sind, und solche, die (4) bei ihrer Einführung berechtigt waren, inzwischen aber überholt sind. Aus der Analyse ergeben sich für jede Kategorie spezifische Empfehlungen für die Überwindung dieser Restriktionen.

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Essay: Professor Namenlos und die liebevolle Strenge

Timo Gaßen, Stefan Brackertz

Mehr oder weniger wohlmeinender Paternalismus ist in der Debatte um die Weiterentwicklung, aber auch darüber hinaus im Unialltag, allgegenwärtig. Dieser fiktive Monolog von Professor Namenlos karikiert die Position(en) hinter diesem Paternalismus und kontrastiert sie mit Zitaten aus philosophischen, soziologischen, politischen und pädagogischen Werken.

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Essay: Plädoyer für eine auf Interdisziplinarität ausgerichtete Einführung in die Statistische Physik

Christos Christou

Auf Grund ihrer hohen Relevanz in der aktuellen Forschung hat Statistische Physik inzwischen in die meisten Bachelor-Studiengänge Einzug gehalten. Allerdings wird sie meistens entlang ihrer historischen Entstehung aus der Thermodynamik gelehrt, sodass ihre Kernbegriffe so entwickelt werden, dass das interdisziplinäre Potenzial der Statistischen Physik verdeckt und nicht heraus gearbeitet wird.

Angesichts dessen ist ein Paradigmenwechsel in der Vermittlung der Statistischen Physik notwendig, der mancherorts schon begonnen hat. Dessen bisherigen Umsetzungen führen aber zu einer Verdichtung des Lernstoffes und sind in wesentlichen Punkten nicht zu Ende gedacht.

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Poster: Übungen versus Essays

Sven Kristkeitz

Die Kölner Physik hat eine Erasmus-Partnerschaft mit Liverpool. Dort spielt in einigen Physik-Kursen das Schreiben von Essays eine wichtige Rolle. In der Gegenüberstellung Übungsaufgaben versus Essays spiegelt sich nahezu idealtypisch die Frage des Studienreform-Forums „Auf Vorrat lernen oder Fragen nachgehen?“ wider.

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Essay: Warum Studienabbrecher toll sind

Martin Scheuch

Ein verbreitetes Ziel bei der Weiterentwicklung von Studiengängen sind die Verringerung von Langzeitstudierenden und vor allem Studienabbrüchen. Dieser Beitrag argumentiert, warum dieses Ziel falsch ist und ein selbstbestimmtes Studium auch mit Studienabbrüchen gesellschaftlich wünschenswert ist.

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Poster: Mathematische Methoden und Theoretische Physik fürs Lehramt – nur fürs Lehramt?

Universität zu Köln, Fachschaft Physik

An der Universität gibt es eine eigene Veranstaltungsreihe zur Theoretischen Physik fürs Lehramt. Sie wurde seit inzwischen mehreren Jahrzehnten weiterentwickelt und vor einigen Jahren durch eine Vorlesung Mathematische Methoden fürs Lehramt ergänzt. Wir dokumentieren:

  • Den Entwicklungsprozess,
  • Die Systematik, nach der in 2 Semestern abgedeckt wird, was im Bachelor of Science 4 Semester dauert,
  • Thesen, wie die Schwierigkeiten, die „Methoden-“Veranstaltungen gewöhnlich mit sich bringen, beantwortet wurden,
  • Vorschläge zur Weiterentwicklung, insbesondere zur Frage, was aus der Weiterentwicklung der Lehramts-Studiengänge für die Weiterentwicklung der nicht-Lehramtsstudiengänge zu lernen ist
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Essay: Sind Fragen besser als Wissen?

Johannes Hampp

Wir fragen uns, ob in einem Physikstudium Wissen vermittelt wird. Welche Fragen stellen wir uns vor, während und im Anschluss an das Studium? Was wir wissen wir danach nicht – und was wissen wir? Und wissen wir eigentlich, wer am besten weiss, wie das Studium verbessert werden kann?

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Poster: Was Besseres als Klausurzulassungen

Jan Geisel-Brinck, Stefan Brackertz, Sven Kristkeitz

  • Ziele des Studiums sind Mündigkeit, selbstbestimmtes, sinn­volles Lernen in solidarischem Zusammenhang, nicht Frustra­tionstoleranz oder die Bereitschaft, gemäß fremd gesetzter Anforderungen blind auf Vorrat zu lernen.
  • Restriktionen sind entweder überflüssig oder Ausdruck unge­löster Probleme in den Studiengangskonzeptionen.
  • Die Frage ist nicht: „Was ist zumutbar?“, sondern: „Wie kann es besser werden?“ Da die Hochschulen zur Lösung der epo­chalen Probleme noch zu wenig beitragen, ist ein Zufriedenge­ben mit dem status quo keine Alternative.

Ausgehend von diesen Prämissen ist die Kölner Physik auf der Suche nach etwas Besserem als Klausurzulassungen.

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Essay: Entschulung ist mehr als das Aufheben von Restriktionen

Ein Thesenpapier

Andreas Schulz, Stefan Brackertz

Geerdet in Erfahrungen aus Studienalltag und Studienreform begründet dieser Beitrag, warum Entschulung nicht nur im Aufheben formaler Regeln und Restriktionen bestehen kann, sondern von hochschuldidaktiksch durchdachten Weiterentwicklungen flankiert werden müssen. Dies gilt umso mehr, als Verschulung oftmals eine Reaktion auf hochschuldidaktiktisch nicht gelöste Probleme ist. In diesem Sinne wird eine Reihe von Vorschlägen unterbreitet.

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