Call for Papers

„Zahllose didaktische Verbesserungsideen und dennoch bleibt alles beim Alten?“

Todesstille. Niemand wagt es den Blick zu heben. Banges Hoffen, nicht zum Opfer zu werden.
Dies sind nicht die ersten Worte eines schlechten Thrillers, sondern die Beschreibung einer typischen Vorrechenübung, wie sie an den meisten deutschsprachigen Universitäten zu finden ist.

Dabei ist dies nur ein Beispiel einer vermeintlichen Lernsituation, aus der niemand etwas mitnimmt. Sinnlose Experimente, bei denen die eigentlichen Lernziele unklar sind und das Schweigen, um eine vorrechnende Kommilitonin nicht bloß zu stellen, obwohl eigene Fragen brennen, sind ebenfalls Teil des Alltags.

Wenngleich die Auswirkungen dieser oftmals großen Mischung aus Langeweile, Abschalten, Angst- bzw. Stresssituation sowie Alternativen dazu schon zahlreich diskutiert wurden, so wird doch bisher kaum der Frage nachgegangen: Warum finden eigentlich ständig Veranstaltungen statt, die Studierende und Dozierende gleichermaßen inhaltlich oder methodisch unbefriedigend bis sinnlos finden? Warum machen es alle Beteiligten wider besseren Wissens nicht einfach anders?

Wir sammeln insbesondere auch Beispiele dafür, wie es (nachhaltig) gelungen ist aus diesem Trott auszubrechen. Uns interessiert, was dazu geführt hat, dass sich für eine Veränderung entschieden wurde, was die Änderung und die damit einher gehenden Erwartungen, Hoffnungen und Analysen sind. Konkret: Wie ist es gelungen, ein Pilotprojekt zu starten und/oder in der Lehre zu verankern?

Die Einreichungen sollten (mindestens) eine der folgenden Fragen beantworten:

  1. Warum sind die Negativbeispiele Negativbeispiele? Und gibt es darüber überhaupt Einigkeit?
  2. Was lässt sich daraus für die sinnvolle Gestaltung von Lehre lernen?
  3. Was hindert(e) die Beteiligten so lange, es anders zu machen?
  4. Welche Lösung wurde ausprobiert und wie waren die Erfahrungen damit?

Neben (ggf. anonymisierten) realen Beispielen sind explizit auch Gedankenexperimente, künstlerische Verarbeitungen und Satire willkommen.

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