Auf Vorrat lernen oder Fragen nachgehen?

Sind Studierende nicht vollkommen überfordert, wenn sie ohne Grundlagenkenntnisse einer Frage nachgehen, sodass sie sich verzetteln, verzweifeln und letztlich das Studium abbrechen? Oder ist das eine paternalistische Frage? Ist es utopisch, auf intrinsische Motivation zu setzen, wenn vor allem auf Vorrat gelernt wird? Inwiefern können Studierende in die Auswahl von Studieninhalten einbezogen werden? Was sind die Konsequenzen für Spezialisierung und Verschulung? 
Antwortversuche auf obige Fragen sind in den folgenden Beiträgen und Dokumentationen zu finden:

Was direkt zum Thema passt:

  • Beitrag 2019: „Übungen versus Essays“: Dieses Poster erläutert unter anderem, dass das Fragen-Nachgehen zu einem besseren allgemeinen Verständnis des Themas und Einordnung der Konzepte ins Große Ganze führen könnte. Anreize zum Abschreiben gäbe es potentiell weniger weil dies stärker auffalle als bei Hausübungen. 
  • Beitrag 2019: „Sind Fragen besser als Wissen?“ Welche Fragen stellt man sich vor, während und nach einem Physikstudium? Was kann man tun, um das Studium zu verbessern? Und: *Wer weiß* eigentlich, was man tun kann, um das Studium zu verbessern?
  • Beitrag 2019: „Redesigning Education: A Gaze beyond the Horizon of Bologna“: Ironische Auseinandersetzung mit der Bologna-Reform, die den Fokus des Studiums weggerückt hat vom Verfolgen eigener oder gesellschaftlich relevanter Fragen hin zu Ergebnis- und Gewinnorientierung.
  • Beitrag 2019: „Was Besseres als Klausurzulassungen“: Stellt die Frage „Was ist zumutbar?“ in den Hinter- und „Wie kann es besser werden?“ in den Vordergrund. Eine wichtige Antwort: Es muss transparent werden, was die Funktion von Übungsaufgaben ist, um die Inhalte besser diskutierbar zu machen. Zudem wird diskutiert, wie hier eine gewisse Wahlmöglichkeit geboten werden kann und dennoch eine gemeinsame Übung stattfindet.
  • Beitrag 2019: „Professor Namenlos und die liebevolle Strenge“: Kritische Auseinandersetzung mit dem vermeintlich wohlwollenden Paternalismus ‚Ich als Physikprofessor weiß am besten, was gut für die Studierenden ist und was Inhalt des Studiums sein muss.‘. 
  • Beitrag 2019: „Warum Studienabbrecher toll sind“: Zeigt den Unterschied zwischen Berufsqualifizierung und Berufsbefähigung auf und pocht auf die Wichtigkeit, den Raum für die persönliche Entwicklung der Studierenden zu schaffen bzw. zu erhalten.

Weitere Anstöße finden sich auch hier, auch wenn diese Beiträge als Ganze einen anderen Schwerpunkt haben:

Nach oben scrollen